Sowohl Ayurveda als auch ihre Schwester Yoga existieren in Schriftform bereits mehr als 5.000 Jahre. Doch was haben diese alten, traditionellen Philosophien mit einem modernen, mit digitalen Medien erstellten Film zu tun?

Wie du heute erfahren wirst, eine ganze Menge. Denn das „alte Wissen“ aus Ayurveda und Yoga ist weder alt, noch eingestaubt. Sondern ganz schön aktuell.
Und das zeige ich dir in dem heutigen Artikel. Anhand eines aktuellen Events in meinem Leben zeige ich dir, wie ich Ayurveda und Yoga ständig in meinem Alltag anwende.

Welches Event eigentlich?

Vielleicht hast du es schon mitbekommen: Ich studiere an der FernUniversität Hagen den Bachelor-Studiengang Bildungswissenschaft.
Dass die FernUni zu einem Filmwettbewerb aufrief, habe ich zwar am Rande mitbekommen, habe mich damit aber gar nicht auseinander gesetzt. Das kam erst, als ich von der Abteilung Marketing / Presse der FernUniversität angerufen wurde. Die Presse, also die Westfälische Post, wollte drei Studierende interviewen. Und sie fragten, ob ich Interesse hätte.
Na klar! Hab ich! Ich habe mich sehr geehrt gefühlt.
In diesem Artikel wollten sie zeigen, wie divers die Menschen und ihre Lebenssituationen sind, wenn sie an der FernUniversität Hagen studieren und wollten auch auf das Filmfestival aufmerksam machen.

In diesem Zuge wurde auch mein eigenes Interesse für das Filmfestival geweckt und habe mir mal die Rahmenbedingungen angeschaut.

Die Rahmenbedingungen

Die Rahmenbedingungen waren klar, verständlich und machbar. Meine Kategorie fiel auf das Lernen in der FernUniversität im Spagat zwischen Beruf und Familie. Da habe ich mich sehr angesprochen gefühlt.

Der Film durfte maximal drei Minuten lang sein. Neben ein paar anderen Dingen, die man beachten musste, um zugelassen zu werden, hatte man ansonsten ziemlich viel Freiheiten zur Gestaltung. Das gefiel mir und ich dachte so: „Drei Minuten? Ha! Das krieg ich hin!“

Die Produktion

Tja, aber drei Minuten Film zu produzieren, ist eine Menge Arbeit und eine Menge Material. Das hab‘ ich ganz schön unterschätzt.

Vor meinem geistigen Auge fing bereits das Kopfkino an. Ich habe einige Szenen sofort vor Augen gehabt. Dann fiel mir ein, dass unser Freund Bernd eine Drone hat und habe ihn gefragt, ob er Zeit und Lust hätte, sich und seine Drone miteinzubringen. Er hatte Zeit und er hatte Lust.
Das Ganze war ganz schön zeitaufwändig. Nur Zeit war die Ressource, die ich eigentlich gar nicht hatte! Denn da gab es einen Abgabetermin, eine Frist die man einhalten musste. Das Zeitfenster war schon ziemlich eng. Mitten in dieser kurzen Zeit musste Bernd für 1 Woche verreisen, das stand schon vor der Produktion fest. Dass ich ausgerechnet an dem Tag, als er zurück kam, selbst für eine Woche nach Deutschland reisen musste, das war allerdings nicht geplant. Entsprechend verkürzte sich diese kurze Zeit um weitere 2 Wochen.

Als ich wieder nach Lanzarote kam, bin ich direkt vom Flieger zu Bernd gefahren, um an dem Film weiterzuarbeiten.

„Nebenbei“ ging dann auch noch der ganz normale Alltagswahnsinn weiter. Zwischen Familie, Kind, Beruf, Studium, Gesetzesänderungen, Jahresabschluss und Weihnachtsvorbereitungen – Also langweilig war es wirklich nicht!

Und dann ist ja auch nicht alles reibungslos verlaufen.

Die Videos z.B., die ich selbst mit Smartphone aufgenommen habe, waren trotz Puschelmikrofon nicht verwendbar. Das wundervolle Meeresrauschen war einfach zu laut.

Da weder das Wetter mitspielte, noch ich genügend Zeit hatte, um die Videos noch einmal aufzunehmen, musste ich mich nun selbst synchronisieren. Das habe ich in meiner „Höhle“ gemacht, die mein Mann mir für die Aufnahmen meines Podcasts gebaut hat.

Audio aufnehmen konnte ich auch nur, wenn das Kind nicht im Haus war.

Tja, dann habe ich ungefähr 3 Millionen Fotos durchgeforstet, ausgewählt und in eine Reihenfolge gebracht. Eine große Herausforderung war, in den vorgegebenen 3 Minuten zu bleiben.

Mit großer Anstrengung haben wir es geschafft und den Film dann fristgerecht hochgeladen.

Ui, das war ganz schön aufregend und teils nervenaufreibend!

Endauswahl

Nach ein paar Wochen dann die Mitteilung: Der Film hat es in die Endauswahl geschafft!

Jippii! Welch eine Freude! Klar findet man seinen eigenen Film gut und wenn man ihm keine Chancen zum Sieg einräumen würde, dann braucht man ihn gar nicht erst einreichen. Dennoch kennt man ja die anderen Beiträge nicht, die sicherlich auch sehr gut sind. Daher habe ich mich sehr gefreut, unter die 9 besten gekommen zu sein.

Siegerehrung

Dann kam endlich der Termin zur Siegerehrung.

Stilsicher hat die FernUni den roten Teppich ausgerollt, Popcorn verteilt und eine große Leinwand aufgebaut.

Das hat mich daran erinnert, wenn ich mit Gruppen Lach Yoga mache, denn ich bin ja auch Lach Yoga Lehrerin. Ich mache da immer gern eine Übung, in dem wir uns einen roten Teppich vorstellen und jeder der TeilnehmerInnen darf darauf schreiten und sich von der laut jubelnden Masse feiern lassen. Das fiel mir ein, während ich nun tatsächlich über den roten Teppich schritt. Zwar gab es keine jubelnde Masse – aber die gab es in meinem Herzen, in meiner Erinnerung und die war so lebendig, dass ich mich grandios fühlte, in diesem Moment! Hollywood- ich komme! Hahaha.

Nachdem Reden gehalten wurden und jeder einzelne Film anmoderiert und gezeigt wurde, wurde mir klar, WIE gut die anderen Filme waren.

Als nun das Ergebnis bekannt gegeben werden sollte, war ich doch angespannt und aufgeregt.

Dann wurde allerdings ein anderer Name genannt und ein anderer Film gezeigt! WHAM! Tja, Hollywood muss wohl doch warten!

 

Ob ich enttäuscht war? Ja klar! Denn das war ja auch eine Menge Arbeit und man wünscht sich ja schon ein wenig den Sieg.

Ob ich traurig war? Auf gar keinen Fall! Denn ich habe viel gelernt. Über mich, über das Produzieren eines Films. Ich habe eine ganz andere Seite von mir selbst, von „unserer“ Insel, meinem Studium und unseren Freund Bernd erlebt. Wir haben eine Menge Spaß gehabt.

Das, was ich getan habe, bedeutet viel mehr, als von außen einen Sieg zu bekommen. Denn ich habe eine Herausforderung angenommen, bin daran gewachsen, ich habe mich sehr lebendig gefühlt und: Ich habe Erinnerungen geschaffen! Und die kann mir niemand nehmen.

Also, ich kann sagen, dass ich wirklich stolz darauf bin und es nicht bereue! Ich habe von außen nicht gewonnen, von innen aber umso mehr!

Was hat das jetzt mit Ayurveda und Yoga zu tun?

Jetzt fragst du dich vielleicht- nette Geschichte, aber was hat das jetzt mit Ayurveda und Yoga zu tun? Ziemlich viel sogar!

Zunächst beginnt es damit, dass ich mein Selbst durch Ayurveda und Yoga kenne und gestärkt habe. So habe ich mir dieses Projekt überhaupt erst zugetraut.

Kreativität

Durch Yoga trainiere ich meine beiden Gehirnhälften und mache einige Übungen regelmäßig, die mir helfen, meine Kreativität zu steigern und auszuleben. Diese Kreativität habe ich angezapft, um die Ideen für die Szenen, also das ganze Drehbuch in so kurzer Zeit zu entwickeln.

Atem

Immer wieder habe ich den Zeitdruck gespürt, rückte die Abgabefrist immer näher. So manches mal kam die innere Frage auf, ob es realistisch betrachtet tatsächlich machbar ist oder ich nicht lieber meine Energie sparen sollte und es einfach lassen sollte. Aber meine Yoga-Übungen haben mich gestärkt, mir Zuversicht gegeben. So konnte ich außerdem einen kühlen Kopf bewahren und strategisch die nächsten Schritte planen, um das Projekt am Ende zu realisieren. Meine Atemübungen haben mir geholfen, dass innerer Stress gar nicht erst aufkam und ich mich trotz vieler Aufgaben immer innerhalb meiner eigenen Grenzen bewegt habe.

Entspannung & Konzentration

Natürlich war ich kurz vor der Siegerehrung angespannt und aufgeregt. Aber durch meine Erfahrungen als Yoga-Lehrerin und Entspannungs-Coach habe ich diese Anspannung bewusst in meinem Körper wahrgenommen und bewusst die entsprechenden Muskelpartien entspannt. Ich habe Atemübungen für mich gemacht und damit habe ich in diesen Momenten gut für mich selbst gesorgt. Wenn ich beispielsweise gemerkt habe, dass ich zuviel im Außen bin, also gespannt auf die Verkündung, dann habe ich mich auf mich selbst konzentriert. Wenn es mir schwer fällt, in manchen Momenten, dann lege ich einfach meine Hand auf meinen Bauchnabel und achte bewusst darauf, wie sich der Bauch bei jeder Atmung hebt und senkt. Dann bin ich wieder ganz bei mir.

Ernährung

Außerdem habe ich ayurvedisch darauf geachtet, dass meine Ernährung meine Nervosität reduziert. Indem ich mein Vatha reduziert habe und mein Kapha erhöht habe, habe ich beispielsweise ganz bewusst auch durch meine Ernährung geerdet.

Vergleiche ja, aber liebevoll!

Als ich die anderen Filme gesehen habe, habe ich gedacht: „Wow, die sind ja echt super geworden“. Durch Yoga kann ich neidlos anerkennen, wenn jemand gut ist oder besser ist als ich, ohne mich selbst dabei schlecht zu machen. Vergleiche zu ziehen, ist vielleicht neoliberal, aber nicht immer energetisch gut. Ziehe ich Vergleiche, dann in einer liebevollen Art, einer Art, an der ich liebevoll wachsen kann. Einfach nur das Gefühl zu haben, ich bin schlechter als alle anderen- das wäre destruktiv und autoaggressiv und eben gar nicht- Shyney!

Dem Sieger habe ich von Herzen gratuliert. Sein Film war super und hat zurecht gewonnen. Diese Leistung kann ich anerkennen, ohne mich selbst dabei herabzusetzen.

Was ich später erfahren habe: Er filmt hobbymäßig bereits seit 10 Jahren und hat sich seit 1 Jahr damit selbständig gemacht. Dass sein Film technisch und dramaturgisch auf einem anderen Niveau war, versteht sich dann von selbst. Objektiv betrachtet gibt es keinen Grund, mich an ihm zu messen, um dann von mir selbst zu sagen, dass ich nicht gut genug bin, dass ich versagt habe oder ähnliches.

Im Gegenteil- obwohl ich keine Erfahrung im Filmproduzieren habe und soviel drumherum hatte, habe ich die Herausforderung angenommen und bin genauso in die Endauswahl gekommen. Das kann ich für mich selbst anerkennen.

Auch bin ich dem Sieger nicht böse oder ich sehe ihn nicht als Konkurrent, der mich zum Versager machte. Nein-Ich gönne es ihm von Herzen und mehr noch: Ich kann mich für ihn freuen.

Sogar haben wir nach der Siegerehrung noch genetztwerkt (sagt man das so?) und wir wollen demnächst ein gemeinsames Projekt starten. Darauf freue ich mich schon sehr!

Liebevoll mit sich selbst umgehen

Ayurveda und Yoga haben mich gelehrt, immer liebevoll und positiv mit mir selbst umzugehen. Und davon bin ich zutiefst überzeugt. Zu viele Menschen neigen jedoch eher dazu, sich in solchen Momenten mit anderen zu vergleichen und sich selbst danach in einem abgrundtief schlechten Licht zu stellen. Danach fühlen sie sich jedoch nicht gut, sie wachsen und entwickeln sich nicht daran. Sondern das Gegenteil ist der Fall: Sie fühlen sich schlecht und klein, das Selbstbewusstsein leidet und beim nächsten Mal überlegen sie es sich genau, den Versuch noch einmal zu wagen.

Dabei könnte es so einfach sein! Einfach Licht auf sich strahlen lassen, anerkennen, was man geschafft hat. Sich selbst sanft und liebevoll behandeln. Daran kann man wachsen. Und vielleicht für ein nächstes Mal neue Ideen entwickeln.

Das kannst auch du!

Jetzt hast du mal einen kleinen, einen ganz konkreten Einblick bekommen, wie ich das Wissen aus Ayurveda und Yoga wirklich in meinen Alltag integriere. Ayurveda und Yoga heißt eben so viel mehr als „nur“ Ernährung, oder in sexy Buxe auf einer Matte Selfie-gerecht zu posen.

Es ist eher eine Philosophie, ein kraftvoller Helfer im Alltag.

Mir ist wichtig, dir nicht nur theoretische Inhalte weiter zu geben, sondern dir zu zeigen, wie einfach man dieses Wissen in die Praxis umsetzen kann.

In diesem Sinne: Entdecke auch du die wunderbare Welt von Ayurveda und Yoga für dich!

Demnächst kannst du dem in meinen verschiedenen Online-Angeboten ein wenig näher kommen! Und wenn du das nicht abwarten willst, kontaktiere mich einfach.

Stay tuned!

 

Lachende Grüße & Keep Shyneying

Nach der Winterpause melde ich mich zurück und wünsche dir erst mal ein fantastisches neues Jahr mit viel Freude, Glück, Erfolg und vor allem Gesundheit!

Das Wetter des letzten Tages 2018 war sehr stürmisch, aber: es war warm, die Sonne strahlte und der Himmel hätte nicht blauer sein können. Es sah wunderschön aus.

Das war wohl ein Vorbote. Denn direkt im neuen Jahr musste ich einen herben Rückschlag erleben. Menschen haben mich sehr enttäuscht. Ich stellte fest, dass sie mich belogen haben, ihr Wort nicht mehr galt und ich war der Depp. Sie haben mich getäuscht und ausgenutzt.

Das tut weh. Das tut verdammt weh. Ich brauchte ein paar Tage, um es wenigstens etwas verdauen zu können. Ich kam mir sehr, sehr dumm vor und hatte Gedanken, wie z.B.: „Warum tun sie so etwas?“ oder „Wie konnte ich nur so dumm sein, ihren Worten zu glauben?“

Warum erzähle ich dir das?

Vielleicht fragst du dich, warum ich dir das alles erzähle?
Ganz einfach: Ich kann mir gut vorstellen, dass du ähnliche Situationen selbst erlebt hast, oder dass du das ein oder andere Mal auch im Jahr 2019 erleben wirst.
Ich möchte dir zeigen, dass du damit nicht allein bist. Und zeige dir, wie meine Einstellungen dazu sind, bzw. wie ich aus diesem negativen Gefühl herausgekommen bin. Außerdem möchte ich dir ganz ungeschminkt eine Seite an mir zeigen, die du eventuell noch gar nicht an mir kennst. Denn sehr viele Menschen kennen mich als immer lachend und gute Laune verbreitend, als jemanden, die immer alles positiv sieht, die nichts umhaut.

Hahaha, das finde ich lustig, denn es stimmt: Ich sehe immer das positive, selbst in Situationen, die sich zunächst schlimm anfühlen. Aber dennoch bin ich ja ein Mensch 😉 und als solcher kann auch ich enttäuscht und traurig sein. Auch diese Seite lebe ich aus. Aber ich komme auch schnell wieder heraus. Vielleicht hilft das, was ich heute mit dir teile, auch dir aus der nächsten Krise!

Jedes Problem hat einen Sinn

Das Problem ist zwar noch nicht ganz aus dem Weg geräumt und die erste große Herausforderung des neuen Jahres kam viel schneller als erwartet. Es hat mich ganz schön aus den Schuhen gehauen. Dennoch: Ich weiß, dass jedes Problem, das in mein Leben tritt, mit MIR zu tun hat. Ich bin der festen Überzeugung, dass alles im Leben seinen Sinn hat. So, wie es geschieht, wird es am Ende immer zu meinem Besten sein. Auch wenn man das in der Situation, in der etwas Schlimmes geschieht, nicht immer sofort erkennen kann- aber das ist meine feste Überzeugung und auch die Erfahrung in meinem Leben.

Was hat das Ganze mit mir zu tun?

Und so habe ich Vertrauen ‚nach oben‘. Dass ich Hilfe bekommen werde und den richtigen Weg erkennen werde. Dass ich die Botschaft verstehe, lerne und stärker heraustrete. Außerdem schaue ich mir genau an, was das Ganze mit mir zu tun hat. Welche meiner inneren Strukturen haben dieses Problem angezogen? Denn, DASS es mit mir zu tun hat, liegt auf der Hand:
Wenn ich ausgenutzt wurde, dann ist das nie eine Einbahnstraße, denn ich habe mich andererseits ausnutzen lassen! Wenn ich belogen wurde, habe ich mich belügen lassen, die Worte nicht hinterfragt. Vielleicht habe ich mich auch selbst dabei belogen: „Es wird schon richtig sein“ hat mir mein Kopf gesagt, obwohl mein Bauch ganz deutlich „Nein!“ geschrien hat. Es geht nicht darum, die Schuld auf sich zu nehmen, den anderen aus der Verantwortung zu ziehen, sondern seine eigenen Verstrickungen zu verstehen und sich daraus zu lösen.

Meine Learnings

So schmerzhaft die letzten Tage waren und ich Kraft verloren habe – ich habe einiges gelernt, bzw. Gelerntes verfestigt und mich neu sortiert.
Wieder einmal sind Themen wie Grenzen ziehen, sich selbst schützen dran. Ja, ich habe zu viel in diese Personen vertraut, zu lange gewartet, um „STOP!“ zu schreien. Ich habe mich wieder von ihnen einlullen lassen, weil ich so gern daran geglaubt hätte. Dabei bin ich über meine eigenen Grenzen und Überzeugungen gegangen. Das kann ja nur schief gehen!

Ich bin ein sehr loyaler Mensch. Aber nun sehe ich klarer, dass andere meine Loyalität nicht einfach blind verdienen, nur weil sie bestimmte Positionen bekleiden oder bestimmte Rollen in meinem Leben spielen. Ist es nicht komisch, dass ich bis zu diesem Vorfall nie in Frage gestellt habe, zu diesen Personen loyal zu sein? Die Karten werden nun neu gemischt. Meine Loyalität gibt es nicht mehr selbstverständlich! Damit fühle ich mich jetzt freier. Und leichter. Ich schaue jetzt genauer hin.

Natürlich bin ich ein sehr emotionaler Mensch. Aber ich bin auch bodenständig, planvoll und strategisch. Beides ist ein Teil von mir. Früher gewann meist der Kopf, wenn ich vor einer Entscheidung stand. Aber nicht alles, was der Kopf entschied, war emotional richtig. Später habe ich gelernt, dass mein Bauchgefühl unglaublich stark ist und habe mich zunehmend getraut, meinem Bauch zu vertrauen. Damit bin ich sehr gut gefahren, habe mich selbst neu erfahren und unheimlich tolle Erfahrungen machen dürfen. Die wären mir verwehrt geblieben, hätte da jeweils mein Kopf entschieden. Auf den Bauch zu hören bedeutet nicht gleich, kopflos zu sein. Und manchmal werde ich von außen deswegen belächelt, nicht ernst genommen, als naiv oder dumm abgestempelt. Aber umgekehrt, mich an das zu halten, was andere von mir erwarten – das hat mich nicht wirklich im Leben weitergebracht. Ich habe gelernt, zu unterscheiden, ob mir jemand mit seinen Erwartungen wirklich helfen will, oder nur sich selbst. Die letzten Tage zeigten mir wieder eindrucksvoll, auf meinen Bauch zu hören, um eine Bauchlandung zu vermeiden. Mein Bauch ist wieder stärker geworden. Insgesamt bin ich stärker geworden.

Mein Weg heraus

Jede Medaille hat immer zwei Seiten. Nichts im Leben ist nur positiv oder nur negativ. Nur weil man sich bewusst die untere Seite der Medaille nicht anschaut, bedeutet es nicht, das sie nicht existiert. So bin ich mir bewusst, dass es im Leben beides gibt: Licht und Schatten. Das ist gut so. Denn ohne den Schatten würden wir vielleicht das Licht nicht bewusst wahrnehmen oder nicht genug würdigen. Außerdem brauchen die Augen regelmäßig den Schatten, um sich vor zu viel Licht zu erholen. Ohne den Schatten würden wir irgendwann verbrennen. Daher bin ich für beides dankbar.

Zum Ende des Jahres 2018 hatte ich einige Pläne für den Januar. Sowohl was ich privat machen als auch nicht machen wollte. Beispielsweise wollte ich das Jahr bewusst ruhig angehen lassen, mir selbst mehr Yoga, Meditation und Wellness-Programme gönnen. Denn ich habe bereits sehr genau gespürt, dass 2019 einerseits sehr aufregend und spannend wird, andererseits, dass ich auch sehr gut auf Kräfte, Energien und Pausen achten muss.
Für mein Business habe ich auch ein paar Pläne gemacht. Die ersten Termine und Themen für Blog und Podcast, zum Beispiel. Ich wollte meine Serie Dankbarkeit in der ersten Januar-Woche starten und bis Ende Januar meine Sinn-volle Serie beginnen.

Aber: Pläne sind eben manchmal dazu da, etwas anderes daraus zu machen. Dann plane ich eben neu- so what? Deswegen lasse ich mich nicht komplett aus der Bahn werfen oder stressen. Stress würde nur dann entstehen, wenn ich an dem alten Plan festhalte und damit hadere, dass es nicht so gekommen ist. Jedoch ist das nicht die Wahrheit! Die Wahrheit ist: Es ist anders gekommen! Sich damit anzufreunden, eröffnet neue Wege und ermöglicht neues.

In den letzten Tagen habe ich mir den Freiraum gegönnt, einfach mal enttäuscht und traurig zu sein, zu weinen und wütend zu sein. Meinen Gefühlen Raum zu geben, statt sie einfach nur zu unterdrücken, das ist wirklich wichtig. Wichtig für den (Lern)prozess, für das Loslassen und das Daran-Wachsen. Es ist wichtig für den Heilungsprozess, alle Gefühle zu leben, zu erleben und auszuleben. Nicht nur Freude, sondern auch Traurigkeit, Schmerz und Wut muss einen Raum zum Atmen finden, sonst nimmt es mir den Atem.

Ich habe einige Rituale für mich selbst durchgeführt, um mich nicht in Enttäuschung, Wut oder Vorwürfen zu verlieren. Rituale, die mir helfen, das Problem nicht festzuhalten. Sondern es anzuschauen, daraus zu lernen. Das Problem eliminieren oder zu verdrängen zu wollen, das funktioniert nicht. Denn dann würde ich einen Teil aus mir eliminieren. Verdrängen hieße, das Problem immerzu mit mir herumzutragen. Das wäre beides völlig sinnfrei. Beides würde mich ständig Kraft kosten, mich unglücklich, unzufrieden und schwer machen. Stattdessen wollte ich erst einmal anschauen. Bewusst anschauen, auch wenn es weh tut. Danach die Botschaft entgegennehmen, dankbar sein und dann loslassen. Vielleicht hinterherschauen und winken. Aber eben loslassen und ziehen lassen.

Yoga hilft mir auch in diesen Situationen: Durch die Übungen (im Körper, Atem und im Geist) verbleibe ich im Hier & Jetzt. Denn wenn man wieder und wieder die Verletzungen im Kopf wälzt, verbringt man den Tag in der Vergangenheit. Kreisen die Gedanken hingegen dahin, wie man sich nun verhalten soll, so verbringt man einige Zeit in der Zukunft. Beides ist nicht die Wahrheit. Denn die Wahrheit ist Jetzt. Die Vergangenheit ist bereits vergangen, bereits geschehen. Ich kann das nicht ändern. Was genau in der Zukunft geschehen wird, weiß ich nicht und wenn wir ehrlich sind: Wir selbst können ja nicht alles beeinflussen. Aber was ich beeinflussen kann: Im Hier & Jetzt sein. Durch Yoga reinige ich meinen Geist, löse Anspannung und kann loslassen. Ich stärke mich selbst, löse Blockaden und lasse die Energien frei fließen. DAS ist die beste Vorbereitung dafür, dass die Zukunft besser und positiv wird. Denn das Jetzt bildet die Basis für das Morgen.

Um das, was ich dir beschrieben habe, durchzuführen, habe ich alle Termine abgesagt. Dabei habe ich weder ein schlechtes Gewissen gehabt, noch mich gefühlt, als sei ich unzuverlässig. Das wäre nicht die Wahrheit. Denn ich bin zuverlässig. Ich bin immer für andere da. Jetzt war ich selbst dran. Denn wenn ich mich selbst nicht sehe und mir selbst nicht helfe – wie kann ich dann anderen helfen? Nur wenn ich mit mir gut umgehe, werden auch andere mit mir gut umgehen. Der Ausgangspunkt bin ich selbst und in mir.

Aufstehen, Brust raus, Krönchen richten!

Nun konnte ich loslassen und Kraft tanken. Jetzt heißt es:
Aufstehen, Brust raus, Krönchen aufrichten!
Es ist eine große Herausforderung, sein eigenes Mindset zu erkennen und innere Verstrickungen zu lösen. Aber es ist eine große Chance. Endlich mit Altem abzuschließen und wirklich frei zu sein für das Neue. Für MEINS. Und: ich bin nicht allein. „Die da oben“ helfen mir, das spüre ich ganz deutlich. Und hier unten ist meine kleine Familie eine riesen große Stütze, die mich liebevoll trägt und unterstützt. Und auch andere Menschen sind für mich da und helfen mir. Dafür bin ich unendlich dankbar.

Ich lasse los. Denn nur, wenn ich die Gewichte loslasse, kann ich fliegen.
Es ist eine aktive und bewusste Entscheidung: Ich bin glücklich, erfüllt, gesund und erfolgreich. Ja, ich will!!!  Ich sage „Stop!“ zu dem, was mich runterzieht, was mich auf den Boden drückt. Saboteure (ob innen oder außen, ob bei mir oder bei anderen) haben keine Chance mehr. Sucht euch jemand anderen!

Ich bin zu sehr Shyney, als dass ich mir mein Shyne-n nehme(n lasse).

 

Da zeigt sich doch wieder mein Motto: KEEP SHYNEYING!!!

 

Mach’s wie ich:

Schau dir die Probleme an, die dir das Leben schenkt. Überlege, was die Probleme mit dir selbst zu tun haben. Versuche daraus zu lernen und die Botschaft anzunehmen. Sei dabei liebevoll und geduldig mit dir. Stärke dich selbst und bleibe im Hier & Jetzt. Gebe die Gewichte ab, lasse los und fühle die Freiheit, die Leichtigkeit! Spüre die ganze Bandbreite deiner Gefühle, dann fühlst du dich lebendig! Feier das Leben!

Eben: Shyney up your life!

Weihnachten. Das Fest der Liebe, des Friedens und der Familie. Ich kratze mal an der Fassade, schaue genauer hin. Da stelle ich fest, dass Weihnachten für viele Menschen bedeutet: Wettkampf, Völlerei, Einsamkeit. Ich zeige dir, wie du entspannt durch die Feiertage kommst!
Lass uns gegen Einsamkeit das „gem“ von Gemeinschaft vorsetzen, damit aus „einsam“ eben „gemeinsam“ wird!

Gott sei Dank – ich war krank!

Nein, nein, ich bin nicht verrückt. Ich freue mich nicht immer, wenn ich krank bin.

Warum dieser Satz für mich so wichtig ist? Weil ich krank war und es mein Leben verändert hat. Auch wenn ich sehr gelitten habe, so war es gut. Genau so, wie es war. Heute bin ich unendlich dankbar.

Heute teile ich einen Teil meines Lebens mit dir. Ich hoffe, dass es dir vielleicht auch durch deine Tiefs hilft und dir zeigt, wovon ich zutiefst überzeugt bin:

„Nichts im Leben passiert einfach nur so. Alles im Leben hat seinen Sinn. Seinen POSITIVEN Sinn.“
Shyney Vallomtharayil

 

Ich wurde krank

Ich bin in Deutschland geboren und aufgewachsen, bin ein Kind des Ruhrpotts.
Mit ca. 3 Jahren erhielt ich die Diagnose Neurodermitis. Zu Beginn war das gar nicht so schlimm. Mama hat mich eingecremt, dann war es wochenlang gut. Aber im Laufe der Zeit wurde es immer schlimmer. Gefühlt täglich kamen immer mehr Allergien, Lebensmittelunverträglichkeiten dazu. Das hat mich fertig gemacht. Manchmal war mein Nervenkostüm so dünn, dass ich den Supermarkt heulend verlassen musste, obwohl ich nur Seife kaufen wollte. Denn in jedem Regal fand ich Dinge, die ich nicht durfte, die ich aber wollte. Dinge, die mich krank machten. Die sogenannten LEBENS-Mittel sollten eigentlich Mittel für das Leben sein. Aber für mich bedeuteten sie nicht Leben, sondern Leiden!

Dann kam der Heuschnupfen hinzu. Auch hier wuchs die Palette stetig. Laut Allergietest „reagierte“ mein System auf alles Blühende zwischen Januar und September. Das war so gemein! Ich liebte doch die Natur. Blühende Blumen waren für mich der Inbegriff von Leben und von Schönheit. Und das nahm mir den Atem. Nicht nur im übertragenen Sinne. Denn bald verstärkte sich der Heuschnupfen und ich litt an allergischem Asthma. Na toll. Nun kamen Beschwerden hinzu, die echt nicht schön waren. Einem Bus hinterher rennen konnte ich oft nicht. Wenn ich es doch schaffte, hatte ich häufig Angst. Was, wenn ich die Kontrolle verliere? Werde ich einfach ersticken? Ich schaute immer um mich herum, versuchte die umherlaufenden Menschen einzuschätzen, ob sie mir im Notfall wohl helfen würden? Wie lange braucht ein Notarzt genau? Was, wenn das alles zu lange dauert? Die Angst lähmte meinen Atem noch mehr. Innerhalb kurzer Zeit musste ich meine Angst in den Griff bekommen, sonst wäre ich vielleicht tatsächlich erstickt. So zumindest die Angst. Da biss sich dich Katze selbst in den Schwanz.

Wenn die Haut besser wurde, wurde der Heuschnupfen schlechter. Und umgekehrt. Heute verstehe ich natürlich als Heilpraktikerin und Ayurveda-Expertin einige biologische Zusammenhänge. Aber damals, als Kind war es, als dürfte es mir nicht besser gehen. Aber warum nur?

 

Meine Schutzreaktion machte mich noch kränker

Nach und nach war fast mein ganzer Körper befallen. Die Leute schauten mich angeekelt an, zeigten mit dem Zeigefinger auf mich und fragten, ob DAS ansteckend sei. Ich begann, mich zu verstecken. So zog ich mich zurück und zog T-Shirts an, die ein paar Nummern zu groß waren. Um meine Haut zu verstecken. Um nicht gefragt zu werden. Um nicht aufzufallen. Am liebsten wäre ich unsichtbar geworden.
Energetisch war das jedoch eine ganz doofe Idee. Ich habe meiner Seele damit gesagt, dass ich schlecht bin, dass ich mich nicht zeigen darf, dass ich hässlich bin.
Mein Befreiungsschlag aus diesem Denkmuster und den Verletzungen, die ich meiner Seele damit selbst antat, hat mich Jahre harter innerer Arbeit gekostet. Ich habe mich vor den Spiegel gestellt, mir unter Tränen selbst gesagt, dass ich die Schönste auf der Welt bin. Das hat mich viel Kraft, Mut und Überwindung gekostet. Es veränderte sich etwas. Danach erst habe ich mich getraut und habe sexy Shirts angezogen und man hat ALLES gesehen. Meine Ekzeme, meine aufgekratzten Stellen, blutige Krusten.
Aber: Ich habe endlich zu mir gestanden, mich trotz allem als schönes Wesen betrachtet. Mir war plötzlich egal, was die anderen dachten!

 

Cortison, mein Freund und Helfer?

Es waren keine einfachen Jahre. Soviel Lebenszeit habe ich in Wartezimmern, Arztpraxen und Krankenhäusern verbracht, 1.000 Therapien und Diäten habe ich versucht. Sobald wir hörten, irgendjemanden hat irgendwas geholfen, sind wir hingerannt. Dennoch brachte es mir nichts. Zu meinen Spitzenzeiten habe ich maximal 14 Tage ohne Cortison ausgehalten. Wegen der Schmerzen. Cortison in Salben, in Spritzen und Tabletten, zusätzlich Antibiotika und Antihistaminika. Und die Dosis wurde stetig erhöht. Meine Leber- und Nierenwerte wurden immer schlechter, die Haare sind mir ausgefallen. Kann passieren. Nebenwirkungen der Medikamente zeigen sich eben bei allen Menschen anders. Dennoch, da waren sich die Ärzte einig: Ein Leben ohne Cortison wird es nicht mehr geben, ich solle mich damit abfinden!

Ich fühlte mich völlig hilflos. Und den weißen Kitteln völlig ausgeliefert. Gerade denen, die mir kaum in die Augen sahen. Die sich kaum Zeit nahmen, mit mir zu sprechen, nur den Rezeptblock zückten. Oft wurde ich nicht wie ein Mensch behandelt.
Der Knaller war einer meiner vielen stationären Krankenhausaufenthalte in einer Uniklinik. Eine neue Möglichkeit wurde mir beschrieben. Ein neues Medikament, das erst in den Markt eingeführt wird. ebenwirkungen? Nichts besonderes, nur ähnlich wie das Cortison. Doch riet mir mein Bauchgefühl, zu recherchieren. Das Ergebnis war fatal. Mehrere Schulmediziner haben mir dringend davon abgeraten. Die Nebenwirkungen waren ähnlich einer Chemotherapie. Und sehr wahrscheinlich: Unfruchtbarkeit! Das hat die Ärztin wohl vergessen, zu erwähnen! Diesen Vertrauensverlust zu kompensieren, das war nicht so einfach. Ärzten an sich weiterhin zu vertrauen und nicht alle Ärzte in einen Topf zu werfen, das fiel mir sehr schwer.
Wenn ich heute in das Gesicht meiner Kleinen schaue, bin ich so unendlich dankbar, dass ich dieses Medikament nicht genommen habe. Die Vorstellung, dass ich das unglaubliche Wunder einer Schwangerschaft und das wundervolle Leben mit unserem Zwerg vielleicht nie hätte erleben dürfen und dass es nicht meine eigene Entscheidung gewesen wäre, sondern mangelnde Aufklärung – das lässt mich auch heute noch aus meiner Haut fahren.

Danach verschlimmerte sich mein Zustand. Welch Überraschung! Nachts trug ich Handschuhe, die ich mit Klebeband fixierte, um mich nicht zu sehr zu verletzen. Tagsüber trug ich unter der Kleidung Bandagen, denn die Wunden bluteten und nässten. Mein Kälte-Wärme-Empfinden war auf dem Kopf. War es draußen kalt, bin ich in kurzen Sachen rumgelaufen. Liefen die anderen, die „normalen“ Menschen knapp rum, hätte ich am liebsten noch Handschuhe und Wollmütze getragen.

Ein normales Leben war in keinster Weise möglich!

Dass ich auch psychisch und emotional fix und fertig war, kannst du dir wohl vorstellen. Eigentlich bin ich eine Frohnatur. Aber in der Zeit war von meiner Frohnatur kaum etwas übrig.

Ich habe den Sinn nicht verstanden. Und habe Gott gefragt, was ich denn falsch gemacht habe. Womit ich das verdient habe. Warum ich?

 

Die Erlösung – Ayurveda

Meine Verwandten aus Indien rieten meinen Eltern, mich nach Indien zu bringen und mit Ayurveda zu behandeln. Das taten sie. Meine erste Kur. So reiste ich mit Mama nach Indien und wurde ca. 6 Wochen in einer Klinik behandelt. Das veränderte mein Leben!

Die Ärzte sahen schon anders aus. Keine weißen Kittel. Das war sehr sympathisch und vertrauenserweckend.

Sie behandelten mich völlig anders. Teilweise war das für mein damaliges Verständnis unlogisch. Denn warum wurden meine Augen behandelt, wenn ich doch Probleme mit der Haut hatte? Ich habe mich fallen lassen, mich eingelassen. Ihnen vertraut. Bereits nach einer Woche habe ich gespürt und gesehen, dass sich mein Zustand verbesserte. Ich konnte dem Braten erst nicht trauen. Denn die vorherigen Erfahrungen mit Cortison-Tabletten brachten mir immerhin auch in den ersten zwei Tagen Erleichterung. Ich wartete ab. Aber es wurde besser und besser!

Natürlich wollte ich brennend verstehen, was sie mit mir machten und warum.
So begann ich als Kind und Jugendliche mit meiner Ausbildung in Ayurveda. Zu dem Zeitpunkt verschwendete ich keinen Gedanken daran, Ayurveda mal beruflich anzubieten und damit Geld zu verdienen. Nein, ich hatte wichtigeres zu tun. Denn meine Existenz, mein ganzes Sein, mein Blick auf mich und die ganze Welt- alles wurde gerade auf den Kopf gestellt. Endlich konnte ich frei atmen, fühlte mich angenommen. Das wollte ich auf allen Ebenen begreifen. Ich wollte LEBEN, mit allen 6 Sinnen!

 

Meine Leidenschaft wurde entfacht.

Über Jahre hinweg habe ich Ayurveda- Kuren regelmäßig gemacht. Immer mehr fand Ayurveda den Weg in meinen Alltag, in meine Gedanken und meinen Emotionen. Später kam Yoga hinzu. Auch meine Ausbildung zur Yoga-Lehrerin absolvierte ich in Indien, der Quelle von Ayurveda und Yoga.

Viel später entschied ich mich dazu, meine Berufung zum Beruf zu machen. Zwar hatte ich mittlerweile eine Berufsausbildung zur Bankkauffrau abgeschlossen (ich wollte ja was ‚ordentliches‘ in der Hand haben). Aber die Themen von Ayurveda, Yoga und Gesundheit haben mich so gefesselt, da ging kein Weg dran vorbei.
Belustigend finde ich, dass viele Bänker und Kopfmenschen Ayurveda und Yoga als ‚esoterisch‘ und ‚sphärisch‘ abstempeln, eben irgendwie als ‚nichts richtiges‘, nichts echtes. In meiner Erfahrung ist es aber genau anders herum: Ayurveda und Yoga, das ist das wahre Leben. Die Substanz, die echt ist. Das Fundament.
So absolvierte ich die Ausbildung zur Heilpraktikerin, um genau diesen Bereich zu vertiefen. In meiner Praxis konnte ich mein Wissen weitergeben. Ich habe so vielen Menschen helfen können und ihnen gezeigt, wie man das jahrtausendealte Wissen aus Ayurveda und Yoga in den modernen, hektischen Alltag des Westens integrieren kann. Denn vor diesen Fragen stand ich ja selbst. Ich konnte beide Medizinsysteme und beide Kulturen verbinden. Und so wurde ich zur Brückenbauerin.

 

Ayurveda & Yoga – heute

Heute bin ich zwar nicht geheilt, aber fast 100 % symptomfrei.
Ich genieße und feiere das Leben. Die Tiefs des Lebens jucken mich nicht mehr so heftig wie früher. Der Umgang mit mir selbst, mit den Erwartungen der Anderen, Grenzen ziehen können – das alles hat sich geändert. Heute liebe ich mich selbst und bin sehr dankbar, dass ich mit meinen Erfahrungen und meinem Wissen auch anderen Menschen helfen kann!

Heute biete ich sowohl offline als auch online einiges rund um die Themen von Ayurveda Yoga und Fragen des Lebens an. So halte ich Vorträge, Seminare und Workshops, gebe Webinare und Online- Kurse. Außerdem schreibe ich einen Blog und produziere einen Podcast.

 

Heute bin ich unendlich dankbar, dass ich damals so krank war. Denn es hat mich stark gemacht. Es hat mich zu dem gemacht, was und wer ich heute bin. Früher wollte ich unbedingt „normal“ sein und war tief traurig, dass das so weit weg schien. Heute bin ich froh und stolz darauf, nicht „normal“ zu sein. Gott sei Dank!

 

Hast du Fragen? Oder hast du mit einer Krankheit ähnliche Erfahrungen gemacht? Lass es mich wissen und kommentiere diesen Blog-Artikel gern!

 

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Mach’s wie ich: Shyney up your life & keep Shyneying!

Eines der großen scheinbaren Ausrufezeichen stellt die Aussage dar, dass die Massagen im Ayurveda mit warmen Öl durchgeführt werden.

Mit diesem Mythos möchte ich heute mal ein wenig aufräumen.

 

Warum wird warmes Öl verwendet?

Oh ja, es stimmt. Viele Ayurveda-Massagen, insbesondere Massagen im Wellness-Bereich, werden mit warmen Öl durchgeführt, das sind Abhyangas. Und das hat auch seinen Sinn und Zweck.
Betrachtet man die Wärme für sich allein, so kann bereits festgestellt werden, dass sie hilft, Verspannungen zu lösen und Schmerzen zu lindern. Auch Wärmeflaschen, Wärmepflaster oder Fangopackungen unterstützen diese Wirkung.

Der zweite Aspekt: Das Öl reduziert Vatha und erhöht Kapha:

Vatha hat Eigenschaften wie trocken und kalt. Wenn dies übermäßig vorherrscht, können diverse Vatha-Störungen zu Tage kommen, wie Schlafstörungen, Nervosität, Schmerzen und vieles mehr. In diesem Fall sollten diese Eigenschaften verringert werden und das Gegenteil erhöht werden – also beispielsweise warmes Öl. Insbesondere in der kalten Jahreszeit wie Herbst und Winter wird das Vatha in uns allen erhöht, einfach durch das kalte Klima. Außerdem verändern sich die vorherrschenden Elemente. Die mit Vatha verbundenden Elemente sind Luft und Raum, welches wir im Herbst durch den Wind besonders spüren. Kapha wiederum ist verbunden mit Erde und Wasser, welches wir im Regen und Schnee finden. Beide, sowohl Vatha als auch Kapha, sind kalt.

Gleichzeitig verstärkt das warme Öl das Kapha. Das wiederum erdet uns, verleiht uns (innere) Kraft und Ausgeglichenheit, lässt uns gut schlafen und stärkt unser Immunsystem.

Außerdem hat jedes Öl seine eigene Wirkung. Leider wird im Westen immer behauptet, dass Sesamöl DAS traditionelle Ayurveda-Öl sei. Das stimmt nur zu einem Teil. Denn es gibt durchaus einige Behandlungen und Rituale wie das morgendliche Ölziehen mit Sesamöl. Jedoch wird Sesamöl als Massageöl für den ganzen Körper und insbesondere für den Stirnölguss nicht für jeden geeignet sein. Zudem werden kaum reine Öle verwendet. Also ich meine traditionell. In Wellness-Hotels, Friseur-Läden, Kosmetik-Studios und Schwimmbädern, in denen Stirnölgüsse angeboten werden – durchaus. Fatal. Nicht gut, gar nicht gut!

 

Woraus besteht ein Ayurveda-Öl?

Ein Ayurveda-Öl besteht aus dem reinen Öl als Basis. Das kann durchaus Sesamöl sein. Oder Kokosöl, Ghee und viele weitere. Dieses reine Öl wird in speziellen und aufwendigen Verfahren mit bestimmten Heilpflanzen angereichert und verarbeitet. Oftmals enthält ein Ayurveda-Öl zwischen 30 bis 80 verschiedene Pflanzen. Die Nebenwirkung einer Pflanze wird meist durch die Wirkung einer zweiten Pflanze aufgehoben. So kann eine allergische Reaktion auf ein Ayurveda-Öl zwar nicht 100%-tig ausgeschlossen werden, allerdings ist dies sehr selten der Fall.

Je nach Person, Konstitutionstyp, Alter, Erkrankungen und weiteren Aspekten wird das Öl oder eine Kombination aus mehreren Ölen individuell ausgewählt.
Die Tradition sieht nicht vor, dass jeder, der da kommt, mit Sesamöl behandelt wird!

Aus Gewinn-Maximierungsgründen wird in Wellness-Oasen immer mehr nicht mal Sesamöl verwendet, sondern Sonnenblumenöl! Das muss man sich mal vorstellen- da wird den Leuten Salatöl auf die Birne gekippt, das Geld aus der Tasche gezogen und dann nennen sie es auch noch Ayurveda! Das ist eine Frechheit. Sorry, ich reg mich da auf. Gut, dass ich ein paar Atemübungen kenne, um meinen Geist wieder zu beruhigen.

 

Wird immer mit Öl behandelt?

Nein! Öl ist nur eine Möglichkeit unter vielen. Es ist ein Trägerstoff, denn es geht nicht vornehmlich um das Öl selbst (auch wenn es eine eigene Wirkung hat), sondern es geht darum, die Heilpflanzen in den Körper, in die Hautporen zu bringen.

Bei manchen Erkrankungen kann es sein, dass Öl überhaupt nicht angewendet werden darf, zum Beispiel wenn das Kapha zu stark ist. Denn Eigenschaften von Kapha sind ölig, schleimig, schwer. Durch die Behandlung mit Öl könnte es in bestimmten Konstellationen somit kontraproduktiv sein. Stattdessen könnte eine Pudermassage Udvartana zum Einsatz kommen. Hierbei werden verschiedene Kräuter und Heilpflanzen in bestimmten Verfahren getrocknet, teilweise angebraten und behandelt. Am Ende werden sie pulverisiert und in einer besonderen Technik angewendet. Diese Behandlung kann überschüssiges Kapha regulieren, es stimuliert zudem Blutzirkulation und Stoffwechsel.

Eine weitere Alternative wäre ein Guss für den Körper mit Milch Ksheeradhara. Auch hier wird die Kuhmilch mit Heilpflanzen aufbereitet, gekocht und eher kalt oder lauwarm auf den Körper aufgegossen.

Auch der berühmte Stirnölguss könnte statt mit Öl eben mit der besagten Kuhmilch oder auch Buttermilch Takradhara stattfinden.

Dies sind nur einige Beispiele. Jedoch kannst du erkennen, dass es viel mehr gibt als Öl.

Welches Medium mit welcher Pflanzenkombination für welchen Menschen das geeignete ist, kann nach einer Konsultation individuell bestimmt werden. Diese Anamnese sollte von einer medizinischen und in Ayurveda ausgebildeten Person durchgeführt werden. Ein Fragebogen mit Psycho-Ankreuz-Tests wie in Frauen- oder Jugendmagazinen und einigen Kochbüchern kann dies nicht einmal ansatzweise ersetzen.

Denn diese hohe Kunst des Ayurveda soll respektiert und hochgehalten werden, statt mit billigen Fragebögen zu einem easy-konsumierbarem Etwas zu verramschen.

Nein. Ayurveda ist eine Philosophie mit einem jahrtausendealten Wissen. Und als solches sehr wertvoll!  Mehr davon in den nächsten Blog-Artikeln und Podcast-Folgen!

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Ojas Vitality - Ayurveda Reise Indien

Hier erfährst du, was Ayurveda ist. Jenseits von Stirnölgüssen gibt es viel mehr zu entdecken. Du wirst verstehen, warum eine Ausbildung notwendig ist, um Ayurveda anzuwenden und was du beachten solltest, wenn du selbst eine Ayurveda Behandlung oder eine Kur genießen möchtest.